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Seit Wochen sehen wir die erschreckenden Bilder von Flüchtlingen. Menschen, die aus Angst ihr Land verlassen haben. Menschen, die alles zurückgelassen haben. Menschen die keine Heimat mehr haben. Menschen, die nichts mehr besitzen, nur die Dinge, die sie tragen konnten auf ihrem langen ungewissen Weg in eine ungewisse Zukunft.

Frauen, Kinder, Männer – Menschen!

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Man sieht die Verzweiflung in ihren Gesichtern. Man sieht, wie erschöpft sie sind. Man kann sich nicht vorstellen, was sie durchgemacht haben. Wie es ihnen ergangen ist.

Die Politiker handeln – endlich – viel zu spät. Man versucht, was man kann und dennoch gibt es Menschen, die sich nicht schämen die Ärmsten der Armen zu beleidigen. Zu beschimpfen. Zu demütigen.

Das macht mich sprachlos!

Dumme Sprüche, herzlose Kommentare, manchmal Hass.

Haben diese Menschen denn alles vergessen? Oder wissen sie es nicht besser? Wer kann denn schon von sich behaupten , dass er DEUTSCH ist? So ganz ohne Vergangenheit? So ganz ohne ausländische Vorfahren?

IMG_2012Ja, ich bin Deutsch. Seit drei Generationen  jedenfalls. Doch meine Vorfahren sind bunt gemischt. Sie kommen aus allen Winkeln der Welt! Meine Großeltern mußten aus ihrer Heimat flüchten, wie so viele andere in Kriegszeiten auch.

Sie haben alles verloren. Sie haben alles zurückgelassen. Sie hatten Angst. Sie wußten nicht was kommt. Doch sie waren mutig. Sie haben es geschafft. Ich bin stolz auf meine Vorfahren und ich bin glücklich, dass meine Großeltern mir alles erzählt haben. Das ist ein großes Gut! Ein Geschenk. Ich werde versuchen, es an mein Kind weiterzuschenken.

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Wie viele Menschen in diesem Land haben ausländische Verwandte, Ehefrauen und Ehemänner. Ja, mein Mann kam als Baby mit seinen Eltern nach Deutschland. Ihr erinnert Euch? Deutschland hatte Fachkräftemangel. Meine Schwiegereltern waren Fachkräfte. Sie leben jetzt hier, und sie sind schon sehr lange Deutsche. Manchmal deutscher als man Deutsch sein kann.

Integration findet statt. Es funktioniert. Ich bin stolz auf meine Familie. Ich liebe Multikulti. Ich liebe das Geburtsland meines Mannes. Es ist wunderschön.

Dort bin ich Ausländerin!

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Nein, ich spreche die Sprache nicht. Mein Mann leider auch nicht. Das ist schade. Trotzdem werden wir herzlich empfangen. Nicht weggeschickt. Nicht angefeindet. Nicht verflucht.

Klar werden viele sagen, dort seid ihr im Urlaub! Stimmt! Wir fahren dann wieder nach Hause. Aber wir werden auch nicht verfolgt und wir haben keinen Krieg. Wir müssen keine Angst haben. Und trotzdem sind wir dort Ausländer und versuchen nach den Regeln des Gastlandes höflich und freundlich zu sein. Wir möchten einen guten Eindruck hinterlassen und man läßt uns. Das nennt man gegenseitigen Respekt. Davon haben hier einige scheinbar noch nichts gehört, was sehr bedauerlich ist.

Viele vergessen, dass sie ausserhalb ihres Landes immer Ausländer sind. In jedem Urlaub wieder. Jedes Mal!

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Das bringe ich auch meinem Sohn bei. Er hat viele ausländische Kinder in der Klasse. Nicht ausländisch oder zumindest halbausländisch zu sein ist in dieser Klasse uncool. Die Kinder sprechen alle deutsch und die Eltern sind wahnsinnig nett. Und die türkischen Mütter machen einfach das beste Börek.

Ich liebe Berlin, es ist so herrlich bunt!

Wir haben viele ausländische Freunde. Menschen, die ich auf gar keinen Fall missen möchte!

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Deshalb hilft es nichts einfach nur sprachlos zu sein. Wir sind alle Menschen und wir sollten uns helfen. Jeder von uns kann das und es ist nicht schwer. Es ist faszinierend wie viele schon helfen. Anpacken, Einpacken, Auspacken, Zupacken!

Wir müssen uns anfassen und mit offenen Augen durch die Welt gehen. Wenn jemand Hilfe braucht, nicht fragen woher er kommt, sondern einfach die Hand reichen. Nichts fordern, nur machen. Einfach so!

Und mal ehrlich, was gibt es Schöneres, als das Lächeln eines Fremden, das er dir schenkt?

 

 

 

 

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